2 Mamas + 4 Kinder und was dabei herauskommen kann

Zwei Mamas sitzen plauschend am Esstisch. Die zwei Töchter spielen oben, die jüngeren Söhne unten. Manchmal vermischen sich hie und da die Spielorte und Spielkombinationen. Prinzessin, Patient, Handwerker, die komplette Palette des Rollenspieles wird angekratzt

Irgendwann sind drei Kinder oben, der Filius spielt mit dem Werkzeugkasten des Kumpels zufrieden unten.

Die Mamas plaudern fleißig, als der einen schon längeres wasserrauschen aus dem obigen Stockwerk bewusst wird. Nur ab und zu mal eine Kinderstimme oder ein Kichern dringt nach unten.

Beim Anklopfen an der Badtür ist diese verschlossen. Man könne nicht öffnen, man säße in der Badewanne. Ungläubiges Staunen und Kopfkino bei den Mamas, fröhliches Kindergelächter von innen.

Da hat wer Spaß!

Eine Münze zum Türöffnen wird besorgt. Beim Anblick, der sich bietet müssen auch die Mamas schmunzeln.

Die Kleidung liegt verstreut auf dem Boden. In der Wanne drei überaus zufriedene Kinder. Die fünfjährigen Mädels rahmen den bald dreijährigen im ziemlich warmen Wannenwasser ein. Alle Leben und sind wohl auf. Und vor allem: sie sind glücklich!

Nur wenige Wassertropfen dekorieren den Badezimmerboden.

„Das hat heute richtig Spaß gemacht. Das war toll mit dir in der Wanne“, erklingt es beim Abtrocken und Anziehen.

 

Werbeanzeigen

Zum morgendliche Schreien

trägt jeder der Familie beim überschreiten seiner ganz persönlichen Grenze bei.

Ob nach 30 Sekunden oder 1h. Irgendwann bleibt keiner mehr von uns mehr gelassen. Es schaukelt sich gegenseitig hoch. Und die Stimmung ist am Tagesanfang schon am Tiefpunkt und die Energien für den Tag mächtig angekratzt.

Die Themen drehen sich gebetsmühlenartig ums Ausziehen, Anziehen und Zähneputzen.

Wohlfühlen tut sich keiner von uns damit. Möchte man den anderen doch auch nicht im Konflikt verabschieden und getrennter Wege gehen. Das ist kein Miteinander.

Also neues ausprobieren.

Lina bekam nach einen Gespräch am Vortag heute morgen nur eine einzige Erinnerung sich fertig zu machen. Da sie doch sehr schnell wieder ins Spiel abrutscht, half noch der Trick des indirekten Erinnerns:

„Lina, hast du die Uhr im Blick?“

„Timo komm, wir müssen in 10 Minuten los.“

Und siehe da. Es gab kein Motzen, kein Zetern, kein Schreien und noch Zeit zum Spielen.

Auch die Ansage, dass es keine Dose fürs Auto gibt, da beide sich morgens schon reichlich an den Domänenplätzchen bedient hatten, wurde direkt akzeptiert.

Dass die Schokomänner ihre Köpfe schon vor dem Frühstück einbüßen mussten übersah ich gönnerhaft, da die kopflosen Körper ordentlich im Kühlschrank geräumt worden waren.

Der Tag begann soviel anders, als die vorherigen Tage. Bleiben wir guten Mutes, dass was hängen bleibt in der kommenden Woche.

Im Auto gab ich jedenfalls meine Rückmeldung über den tollen Start und die Kinder bestätigten mich.

Klettertimo

Timo scannt eine neue Situation immer erst eine Weile ab hat er sie dann für sich positiv bewertet tastet er sich langsam voran.

Beim Klettergerüst hat’s prima geklappt. Er war so stolz und musste den Weg zig mal hintereinander balancieren. Zudem am Ende die Rutschstange wartete, wo Mama dann beim Runterrutschen half.

Bei der Seilbahn lief es nicht so gut. Bei Lina und sogar Oma sah das alles noch ganz easy aus.

Beim Selberfahren wurde das dumme Ding immer schneller. So schnell! Und dann auch noch so hoch. Da sprang Timo lieber genau vor dem Moment ab, bevor die Seilbahn am Ende ankommt, rumst und so Dolle schwingt.

Der Absprung sah spektakulär aus. Timo landete im Staub. Aber er hatte das Gefühl die Situation damit wieder kontrollieren zu können. Tapferer Timo.