Statusmitteilung

Mamanächte


Das Schlafzimmer glich einem Bahnhof. Ich bin glaube, ich bin 3-4x raus wegen „Mamaaaa“, oder Linas husten. Beide zogen irgendwann dann zu mir. Papa schlief vorsichtshalber schon unten.
Heute morgen tönte es dann um 7:30 vom Klo „Fäääärtig!“

Bis eben (9:45) etappenweise nochmal geschlafen. Zwischendrin „Ich habe Hunga“, „Kann ich IPad?“ , „Kann ich in deinen Arm?“, „Ich will in deinen Arm!“ und eiskalten Kinderfüssen unter der eigenen Bettdecke.

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Auf dem Wasserspielplatz

Wenn man einen so tollen Wasserspielplatz in der Nähe hat, dann muss man ihn auch nutzen. Ohne Schattenplatz war es vorher war einfach zu heiß.

Gestern dann endlich. Fast schon ein wenig kühl. Und doch saß Lina irgendwann mitten im Stausee. Die harte Sau.

Wir hatten alle viel Spaß. Haben alle gebuddelt und Wasser gepumpt. Lina und Timo liesen neue Flüsse und Seen entstehen.

Und viele Bienen kamen und tranken vom temporären Bächlein. Wir Liesen sie in Ruhe und sie liesen uns in Ruhe.

Ich hab Post!

„Ich hab Post!“

Glucksend wedelt Timo mit dem Uns half herum und hüpft auf meinen Schoß. Freudig rupft er den Umschlag auf. Eine weiße Karte mit einer bunten Torte kommt zum Vorschein. Selbstgebastelten. Die gemalten Kerzen obenauf zählen wir gemeinsam: Eins, zwei, drei. Eine Geburtstagstorte!

Den Text lese ihm Timo vor und er hört gebannt zu.

„Du bist eingeladen, Timo!“

„Ich hab Post!“ Ruft er nochmal.

Die erste offizielle Geburtstagseinladung in der Kita! Was für ein Bedeutender Moment. Die bald Dreijährige steht plötzlich an der Scheibe der Tür und sieht seine Freude. Timo streckt ihr die Karte entgegen. Und beide Strahlen sich an.

Plantschen und Tauchen

Eigentlich wollten wir mittags draußen Grillen. Abschlussgrillen. Doch die Nordsee zeigte ihr komplettes Repertoire an Wetter und es regnete Bindfäden. Der tapfere Hausmeister grillte also draußen und wir aßen alle drinnen.

Die Fülle an allen Mamis und Kindern war nicht nur mir Zuviel. Auch Timo war überfordert und war entsprechend übellaunig.

Mit ein paar Stücken Fleisch, Würstchen Pilzen und einigen sehr hilfsbereiten Mamis stieg die Laune langsam wieder.

Die letzten zwei Nachmittage waren wir im hausinternen Schwimmbad. Es ist nicht groß. Aber es passen erschreckend viele Kinder und Jugendliche hinein. Rekord war heute 26 Kinder im Alter von 2 1/2 bis 14 Jahren. Dementsprechend ein unsäglicher Lärm.

Gestern war es dort aber nochmal ruhig. So ruhig, dass Lina sogar ohne Schwimmflügel toben durfte. Sie lieh sich und Timo von zwei älteren Jungen Schwimmbrillen aus.

Und schon wurde die Unterwasserwelt erkundet. Lina war zuvor nie besonders fürs Tauchen zu begeistern. Dieser Knoten platzte, als sie unter Wasser sehen konnte. Timo trug die Brille meist auf dem Kopf, aber über den Augen. Linas Brille rutschte irgendwann weiter herunter und saugte sich an den Augenliedern fest. Egal. Hauptsache tauchen.

Völlig neue Möglichkeiten eröffneten sich für Lina. Die Idee, auch gleich mal unter Wasser Luft zu holen war ziemlich doof. Aber nach einer Runde trösten, vermischt mit wild gewürgtem Gerülpse ging es mit zugehaltener Nase gleich wieder unter die Wasseroberfläche.

Timo paddelte derweil munter durch das komplette Becken und angelte hie und da mal einen Ball oder einen der mitgenommenen Plastikschuhe.

Auch heute im Haifischbecken gefüllt mit laut tobenden Kindern waren beide munter mittendrin. Meist eher im flachen Bereich, aber nicht minder aktiv. Beide machten ihr Ding, während um sie herum die meist männlichen Halbstarken wild vom Beckenrand hüpften, sich tunkten und in die Luft warfen.

Zum Abendessen bekamen beide von unserer Tischnachbarin jeder ein wunderschönes Nordseemalbuch geschenkt. Und Buntstifte.

Jeder bemalte sein Buch so gleich. Und im Zimmer ging es weiter. Im Internet suchten wir nach realen Bildern der Zeichnungen. Und so klang mit Ausmalen und längerem Vorlesen unser letzter Kurtag hier recht ruhig aus.

Austern und Ausflug nach Greetsiel

Vor dem Mittagessen gingen wir mit A. Und dessen Mama ins Watt. So richtig Watt war noch nicht und bei uns ist es eh recht „schlickig “ . So blieb ich mit Timo eher in der Steinezone und Lina ging mit A. weiter rein. Plötzlich Freudenrufe. A. hatte eine Auster gefunden. Die nächste fand seine Mama, dann auch Lina. Irgendwann bekamen wir einen Blick für die Austern und fanden mehrere.

Auch Timo entdeckte eine. Wir fanden auch noch ein paar lebende. Die wollten wir nun aber nicht essen und legten sie wieder zurück. Der Ausflug hatte sich wirklich gelohnt. (Und tröstet mich ein wenig darüber hinweg, dass wir die richtige Wattwanderung wegen Wind absagen mussten)

Nach dem Abspülen von Füßen, Gummistiefeln und Muscheln war es schon Zeit zum Essen.

Nach dem Mittagessen ging es mit dem Reisebus nach Greetsiel.

Wir hatten ein gutes Timing und starteten direkt mit einer Bootsfahrt. Unser Kapitän erzählte ganz viel Wissenswertes über Greetsiel und Umgebung, gab viele Ostfriesenwitze zum besten und schipperte uns an den Zwillingsmühlen, den Sielen, den Grachten und noch ein wenig in die Natur.

Wieder zu Fuß kamen wir an einem kleinen Hofflohmarkt vorbei mit ganz vielen Schleichtieren. Lina entdeckte gleich einen Hengst mit goldenen Damensattel. Timo hätte gerne das Indianerboot gehabt, was mir aber aber dann doch zu teuer war.

Lina beteiligte sich halbe halbe mit ihrem Geld und Timo fand sie Kangeruhmama mit Baby im Beutel dann auch ganz prima.

Die Mühle hätten wir ja gerne von innen gesehen. Als ich aber die steile Stiege nach oben sah zweifelte ich. Als ich erfuhr, dass es davon vier gibt und man eigentlich pro jüngeres Kind einen Erwachsenen braucht verzichteten wir lieber. (Papa, hier müssen wir mit Dir noch mal her!)

Wir gingen dann zur roten Mühle, die tatsächlich noch in Betrieb ist. Im dazugehörigen Café ging mein Herz auf.

Hatte ich die Teezeit in der Kur verpasst, hier bestellte ich sie mir. So richtig mit Kluntjes, Zange, Stövchen, Sahne und Löffelchen.

Lina wähle Käsekuchen, Timo gedeckten Apfelkuchen, beide Apfelsaftschorle mit mit Trinkhalm (Jeder bestellte für sich selbst!!) und ich noch Mandarinentorte.

Mit Aussicht für die Kinder auf ein Stück Kluntjes zum Abschluss, dem Pferd und dem Känguru konnte ich tatsächlich die Teezeit richtig genießen. Und die Teekanne war groß!

Ach, wir haben tolle Kinder!

Auf dem Rückweg erfuhren wir noch vom Gummibärenladen, wo man probieren darf. Aber das schafften wir nicht mehr. Auch den Eisladen und das Krabbenbrötchen müssen wir uns für ein nächstes Mal aufheben.

Greetsiel war toll. Aber für alles viel zu kurz.