Lina lernt Mozart kennen

Aus dem Text vom

Ein Überraschungsgast in der Musikschule

Patrick Franke hat als Wolfgang Amadeus Mozart in der Musikschule Maier in Ginsheim für gute Unterhaltung gesorgt.

Ein Überraschungsgast in der Musikschule

GINSHEIM – (nfl). Wer das Theater besucht, darf auf eine bequeme Sitzkultur vertrauen. Eine komfortable Bestuhlung, auf die Eleven in der Musikschule Maier aber verzichten können. Da genügt ein Sitzkissen, wenn sich ein Überraschungsgast angesagt hat. Ein gewisser Wolfgang Amadeus Mozart (Patrick Franke), dessen Virtuosität auf dem Flügel weltberühmt ist, auch wenn er längst verstorben ist. Ein junger Mann mit einer Perücke und einer Chemisettte, der sich in ein Kostüm gewandet hat, und verzweifelt nach einem Orchester Ausschau hält.

Das schwarze Klavier löst Erstaunen aus

Dass da ein schwarzes Klavier im Raum steht, scheint der begnadete Künstler trotz der Hinweise aus dem jungen Auditorium nicht zu begreifen. Stattdessen meckert er fortwährend über jene Instrumentalisten, die zu einem ordentlichen Orchester gehören. Die Flötistin würde er am liebsten in Rente schicken, dem Generalmusikdirektor die Meinung sagen, weil dieser ihm zugesichert hat, spielbereite Musiker vorzufinden.

Mozart ist verzweifelt, findet das „schwarze Schränkchen“ ganz nett und stibitzt trotz der Proteste der Kinder dem sonderbar anmutenden Möbelstück sein Innenleben. Da werden zunächst einmal die überflüssig erscheinenden Holzverstrebungen entfernt, worüber sich Kuratorin Christiane Maier entrüstet. In Unkenntnis scheint dieser seltsame Akteur den Korpus dieses Spiegelschranks von jeglichem ihm lästig erscheinenden Inhalt befreien zu wollen und gedenkt sogar, „der Länge lang das Klavier als Schlafgelegenheit zu nutzen“.

Den Klavierdeckel hat er unter Mithilfe von Fabian, Lina und Sonja nach oben geklappt. Mit den schwarz-weißen Tasten kann er nicht viel anfangen. „Da drück‘ mal die Tasten runter“, so der Tenor des fassungslosen Publikums. Aber zuerst müssen nach Auffassung des modernen Mozarts noch drei Handspiegel aus dem komischen Musikschrank entfernt und verteilt werden. Sonderbar sind auch die beiden Pedale, die „wohl verkehrt rum angebracht wurden“. Das Publikum prustet vor Lachen, andere bedauern den offensichtlich völlig unbegabten Gast. Weitere Zöglinge geben Mozart Starthilfe, indem sie ihn vierhändig begleiten.

Da springt zufällig ein „Götterfunke“ ins Repertoire, was Mozart aber sichtlich entrüstet. Mit Beethoven möchte er, der zahlreiche Opern und Klavierkonzerte komponiert hat, nichts zu tun haben. Allmählich freundet er sich mit dem Klavier an, lässt sonderbare Tiergeräusche erklingen. Und dann erwischt Mozart doch den Moment, um das Publikum zu begeistern. Virtuos spielt er das Violinkonzert Nummer 4 in D-Dur. Als Zugabe hat er Frédéric Chopins Etüde opus 10 Nummer drei im Reisegepäck und lässt dabei seine Stimme erklingen: „In mir klingt ein Lied“. Eine musikalische Liebesbotschaft, die alle begeistert, gleichzeitig aber klar macht, dass Mozart sich mit dem Innenleben des Klaviers auskennt. Zum Schluss verteilt Patrick Franke Mozartkugeln und fordert die Kinder auf, die ausgeteilten Porträtvorlagen bunt auszumalen.

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Timo stieg bei den Tierstimmen aus. Das war ihm zu unberechenbar und er verließ schlotterst auf Papas Arm weiträumig das Gebäude.

Lina hatte riiiiesigen Spaß und ging voll mit!

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Klettertimo

Timo scannt eine neue Situation immer erst eine Weile ab hat er sie dann für sich positiv bewertet tastet er sich langsam voran.

Beim Klettergerüst hat’s prima geklappt. Er war so stolz und musste den Weg zig mal hintereinander balancieren. Zudem am Ende die Rutschstange wartete, wo Mama dann beim Runterrutschen half.

Bei der Seilbahn lief es nicht so gut. Bei Lina und sogar Oma sah das alles noch ganz easy aus.

Beim Selberfahren wurde das dumme Ding immer schneller. So schnell! Und dann auch noch so hoch. Da sprang Timo lieber genau vor dem Moment ab, bevor die Seilbahn am Ende ankommt, rumst und so Dolle schwingt.

Der Absprung sah spektakulär aus. Timo landete im Staub. Aber er hatte das Gefühl die Situation damit wieder kontrollieren zu können. Tapferer Timo.

Abenteuerschlafen

Na da bin ich ja mal gespannt.

Lina wollte im „Zelt“ schlafen.

Unterm Piklerdreieck.

Timo hat sein Bett auf der Matratze unterm Hochbett bekommen.

Mit Kuscheltier, Trinkflasche, Schlafsack/ Kuscheldecke, Kissen und Nachtlicht.

„Das hast du aber schön gemacht, Mama“

20:05 Uhr Lina lauscht schon dem Hörbuch.

Timo findet alles ganz aufregend, krabbelt rein und raus , legt sein Kissen mal hier hin, mal da hin.

20:19

Umzug von Timo in sein Bett. Zwar unter Protest „Nich nachhause gehen“, aber völlig überdreht.

20:25

Lina krabbelt wortlos mit Hörbuch im Schlepptau in Papas Bett.

Timo und das Töpfchen

Timo und ich sind um 13:00 ins Bett gegangen.

Kuscheln hier, Flasche erst wieder heute Abend, „anner Seite“, „Decke“, „ohne Decke“, mit Kopfkissen….

Dann „Mama Pippi“

Die Windel MUSSTE runter.

Das Töpfchen am Bett ist zu groß. „Linas Töpschen“

Also mit dem Nackedei ins Bad.

Aufs Kleine Töpfchen. Ein Grinsen. Begleitet von Überlegungen und Äußerungen zur Richtigen Benennung der benötigten Körperteile.

Dann ein eindeutiges Geräusch: Timo hat das erste Mal bewusst Pippi gemacht.

Lina und die Kartoffel

Eine leckere Kombination aus Essensresten auf den Mittagsstisch.

Lina schmeckts, nur die Süsskartoffeln mag sie nicht.

Sie isst alles auf.

Lina: „Mama, kann ich nochmal von allem haben, was mir geschmeckt hat!“

Sie äußert es nach Linamanier mehr als Feststellung, weniger als Frage.

Mama: „Hm. Es ist alles weg, nur das was du nicht magst ist noch da.“

Lina: Dann schäl ich mir jetzt eben eine Kartoffel.

Mama: Und was willst du mit einer geschälten rohen Kartoffel?

Lina: Na Kochen.

*Mama gibt auf. Lina schält sich eine Kartoffel. Mama geht in der Zeit lieber aus der Küche.

Lina ruft: Mama, wie geht das mit dem Herd?

Mama: Na das mache ich dann.

Kartoffel kocht auf dem Herd.

Lina: „Mama kann ich was gucken?“

Mama: „Nee, deine Kartoffel ist gleich fertig.“

Lina: Mama, jetzt hab ich keinen Hunger mehr, jetzt hatte ich genug Kartoffel.

Lachend Mama: „Nee, DIE isst du jetzt“

Lina: Ok!

Windelfrei

Wir sind sooooo stolz auf Lina! Lina braucht nun keine Windeln mehr. Die letzte Hürde „Nachts“ ist gemeistert.

Der Vorschlag kam Anfang letzter Woche von ihr und ich bat sie bis zum Wochenende zu warten.

Die besorgte Mama legte das Bett mit Windelunterlagen unterm Bezug aus und legte auch gleich noch Wechselgarnituren parat.

Mit Lina spielte ich einmal durch, wie das nachts dann ablaufen soll. Das Töpfchen stellte sie neben das Bett. Dann tat sie so, als ob sie schliefe.

Sie spielte, dass sie spürte, dass sie Pipi muss, stand auf und setzte sich aufs Töpfchen.

Nun könnte ja nichts mehr schiefgehen.

In der ersten Nacht erinnerten wir sie noch 3 mal daran, dass sie keine Windel trägt und fragten, ob sie mal muss.

Zur Antwort kam ein mürrisches „Nein“

Sie sollte recht behalten. Nicht ein mal musste sie und hielt alles bis zum nächsten morgen ein.

Und das nun in der dritten Nacht. Wow!