Windelfrei

Wir sind sooooo stolz auf Lina! Lina braucht nun keine Windeln mehr. Die letzte Hürde „Nachts“ ist gemeistert.

Der Vorschlag kam Anfang letzter Woche von ihr und ich bat sie bis zum Wochenende zu warten.

Die besorgte Mama legte das Bett mit Windelunterlagen unterm Bezug aus und legte auch gleich noch Wechselgarnituren parat.

Mit Lina spielte ich einmal durch, wie das nachts dann ablaufen soll. Das Töpfchen stellte sie neben das Bett. Dann tat sie so, als ob sie schliefe.

Sie spielte, dass sie spürte, dass sie Pipi muss, stand auf und setzte sich aufs Töpfchen.

Nun könnte ja nichts mehr schiefgehen.

In der ersten Nacht erinnerten wir sie noch 3 mal daran, dass sie keine Windel trägt und fragten, ob sie mal muss.

Zur Antwort kam ein mürrisches „Nein“

Sie sollte recht behalten. Nicht ein mal musste sie und hielt alles bis zum nächsten morgen ein.

Und das nun in der dritten Nacht. Wow!

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Im Zirkus

Wenn der Zirkus schon mal im Ort ist, dann muss man das auch nutzen. Samstagsvorstellung. Familienausflug durch den kalten schneidenden Wind. Und dann ein großes rotes Zirkuszelt. Esel, Lamas, Ponys und Pferde. Zirkusluft. Das war aufregend. Timo bekam den Mund nicht mehr zu. Der Clown brachte Lina zu lachen. In der Pause gab es Zuckerwatte und Popcorn.

Zuhause hat Lina gleich eigene Kunststücke einstudiert. Die junge Artistin im Reifen hoch oben unter der Zirkuskuppel waren für sie am beeindruckendsten.

Erste Male im Kindergottesdienst

Lina hat im Kindergottesdienst die Kerze anzünden dürfen. Dies ist immer ein Symbol, dass wir Jesus in unsere Mitte einladen dabei zu sein.

Für Lina war es das erste Mal mit einem Stabfeuerzeug eine Kerze anzuzünden.

Dann würde eine Geschichte erzählt vom König Salomon. Hinterher gab es Verständnisfragen und Lina hat sich tatsächlich das erste Mal gemeldet und was gesagt.

Ich war richtig stolz auf sie!

Lina im Gästeklo. Eingeschlossen.

Türklinkenrapeln aus dem Gästeklo. „Mama“, „Mamaaaaa“ „Mamaaaa, komm mal“

Irgendwann höre ich, dass es doch dringender ist.

Die Tür ist zu.

„Lina?“

„Mama, ich habe die Tür zu geschlossen. Und jetzt bekomme ich sie nicht mehr auf.“

„Oh“

Lina ist erstaulich ruhig. Ich gucke durch das Schlüsselloch. Ich weise sie an, den Schlüssel noch mal richtig herum zu drehen. Doch es will nicht klappen. Pläne im Kopf zurechtlegen.

„Lina, ich suche mal einen Ersatzschlüssel. Das dauert einen Moment.“

Kein Schlüssel passt. Neuer Plan.

„Lina, ich hole Werkzeug aus dem Keller. Das dauert einen Moment.“

„Mama, du musst den Papa holen.“ (Papa liegt mit Grippe im Bett niedergemäht. Den könnte ich noch nicht mal zur körperlichen Anwesendheit rufen.

Mit der Zange bekomme ich den Schlüssel nicht zu fassen.

„Lina, ich gehe nochmal in den Keller. Zur Not müssen wir die Tür kaputt machen. Aber raus kommst du. Es dauert nur ein bisschen“

„Ist gut!“

Neue Pläne im Kopf. Mit versierten Nachbarn. im Hinterkopf lassen. Brauchen wir nicht.

„Mama, eine Spinne!“

„Und? Wie groß ist sie?“ betont gelassen.

„Mittelgroß“

„Na dann geht’s ja“

„Aber Mama, die hat mir zugezwinkert.“

Schön, dass unsere Tochter in solchen Momenten ihren Humor behält.

Weiterer Kellergang. Nächste Zangencharge. Rumgefriemel an der Tür.

„Mama, ich glaube, wir brauchen die Feuerwehr.“

*rumfriemel

Brauchen wir die Feuerwehr? Hmmmmm. Nö. Schaffen wir so. Zwischendrin möchte Timo JETZT unbedingt auf den Schoß. Und nen Stinker hat er auch.

„Nee, ich bekomme das bestimmt auch hin. Ich muß nochmal in den Keller. Nen Schraubendreher holen“

„Mama, hol doch den Papa!“

Schön, dass Lina das Vertrauen in ihren Papa hat, solche Situationen hinzubekommen. Mein Ehrgeiz ist noch erst recht angestachelt. *Friemel

„Lina, dreh nochmal und drücke gegen den Schlüssel, damit er nicht rausfällt.“ *weiterfriemel

*klick

Die Tür ist auf.

„Mama, wie hast du das geschafft?“

Ich nehme Lina in den Arm und lobe sie, dass sie so prima ruhig geblieben ist. Dann folgt nochmal ein kurzes Gespräch über Schlüssel im Allgemeinen und die Nutzung von Schlüsseln durch Lina und Timo im Besondern.

Kurzmitteilung

Pfannkuchen + Kuchen

*Lina hat heute das erste Mal Pfannkuchen in der Küche selbst gewendet. (Pancakegröße) Eier schlägt sie mittlerweile selbstständig auf. so langsam kommt beim Abwiegen das Zählen dazu. Und gemeinsam mit mir, darf sie auch den Standmixer bedienen.

*Timo hat mir beim Abholen zum 1. Mal erzählt, was er erlebt hat! In der Gruppe wurde Kuchen im Ofen gebacken, und das muß ihn sehr beeindruckt haben. „Duchen backt!“

Letzte Woche erzählte er Papa schon „Auto spielt!“ Er beginnt nun bewusst aus der Vergangenheit zu Erzählen und immer mal wieder kommen so langsam Dreiwortsätze.

„Wie macht man Babys?“

Lina wäre nun also aufgeklärt.

Leider hatten wir nur kurz Zeit. (Es klingelte nämlich nach 3 Sätzen an der Tür) Mehr braucht es für die erste Frage ja auch nicht.

Und eigentlich kamen wir über das Thema „Geduld“ auf Linas Frage.

Ich erzählte ihr nämlich, dass ich mich 24h ganz dolle in Geduld üben und ein wenig ausruhen musste bevor ich sie das erste Mal kuscheln und auf der Welt begrüßen durfte .

Erst musste ich nach dem Loch im Bauch einmal Pippi machen können. Und als es so weit war, habe ich geweint vor Freude.

erste Schlittenfahrt

Wenn Wochenende ist, dann kommen wir oft schlecht in die Pötte. Wir genießen es nur mit dem Biowecker (Timo) geweckt zu werden und ein wenig später aufzustehen. Das Anziehen, fertig machen und Brötchen holen zieht sich alles in die Länge. So dass manche Familien um die Uhrzeit schon eher Mittagessen würden, wenn wir in die Brötchen beißen. Ein bisschen spielen, aufräumen. Dann ist Timo auch schon wieder müde und braucht einen kleinen Mittagsschlaf.

Der Blick nach draussen ist fantastisch. Es schneit. Das Wetter  scheint glatt, kalt und rutschig zu werden. Also besser nicht zum Weihnachtsmarkt auf die Burg. Ein bisschen spielen, Mittagessen, …..

Und dann staunt man, dass es schon irgendwie wieder beginnt dunkel zu werden, bis wir endlich vor die Tür kommen.

Dabei hat es seit mittags geschneit und der Schnee ist herrlich pappig, die Auto rutschen auf der Strasse und an wegfahren ist eh nicht zu denken. Also warm einpacken. Was ewig zu dauern scheint. Schlitten rausholen. Dann ist der Bürgersteig teils schon geräumt. also bis zum Sportplatz laufen. Und dann gehts los:

Lina hinten, Timo vorne. Dick eingemummelt. Lina jauchzt vor Freude. Timo ist es noch nicht so ganz geheuer.  Erst zieht Papa, dann Mama. „Schneller!“ „Nochmal!“ Das man auch Rodeln kann, hat noch ein bisschen Zeit.

Wir sind gar nicht lange unterwegs. Kein grosse Feldrunde, nur bis zum Kartoffelacker. Der Wind weht eisig. Papas Rücken tut weh. (Mamas Rücken eigentlich auch) Lieber wieder zurück.

Im Hof bauen Mama und Lina noch in Windeseile einen Schneemann. Mit Stengel in der Hand. Timo quengelt von drinnen. Er ist müde. Am nächsten Tag hat der Regen den Schneemann schon schmelzen lassen. Aber er war da. Und die Schlittenfahrt auch!