Lina deckt alleine den Frühstückstisch

Mit Nachtisch (super leckerer Fruchtjoghurt von der Domäne)

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Timo und das Töpfchen

Timo und ich sind um 13:00 ins Bett gegangen.

Kuscheln hier, Flasche erst wieder heute Abend, „anner Seite“, „Decke“, „ohne Decke“, mit Kopfkissen….

Dann „Mama Pippi“

Die Windel MUSSTE runter.

Das Töpfchen am Bett ist zu groß. „Linas Töpschen“

Also mit dem Nackedei ins Bad.

Aufs Kleine Töpfchen. Ein Grinsen. Begleitet von Überlegungen und Äußerungen zur Richtigen Benennung der benötigten Körperteile.

Dann ein eindeutiges Geräusch: Timo hat das erste Mal bewusst Pippi gemacht.

Lina und die Kartoffel

Eine leckere Kombination aus Essensresten auf den Mittagsstisch.

Lina schmeckts, nur die Süsskartoffeln mag sie nicht.

Sie isst alles auf.

Lina: „Mama, kann ich nochmal von allem haben, was mir geschmeckt hat!“

Sie äußert es nach Linamanier mehr als Feststellung, weniger als Frage.

Mama: „Hm. Es ist alles weg, nur das was du nicht magst ist noch da.“

Lina: Dann schäl ich mir jetzt eben eine Kartoffel.

Mama: Und was willst du mit einer geschälten rohen Kartoffel?

Lina: Na Kochen.

*Mama gibt auf. Lina schält sich eine Kartoffel. Mama geht in der Zeit lieber aus der Küche.

Lina ruft: Mama, wie geht das mit dem Herd?

Mama: Na das mache ich dann.

Kartoffel kocht auf dem Herd.

Lina: „Mama kann ich was gucken?“

Mama: „Nee, deine Kartoffel ist gleich fertig.“

Lina: Mama, jetzt hab ich keinen Hunger mehr, jetzt hatte ich genug Kartoffel.

Lachend Mama: „Nee, DIE isst du jetzt“

Lina: Ok!

Windelfrei

Wir sind sooooo stolz auf Lina! Lina braucht nun keine Windeln mehr. Die letzte Hürde „Nachts“ ist gemeistert.

Der Vorschlag kam Anfang letzter Woche von ihr und ich bat sie bis zum Wochenende zu warten.

Die besorgte Mama legte das Bett mit Windelunterlagen unterm Bezug aus und legte auch gleich noch Wechselgarnituren parat.

Mit Lina spielte ich einmal durch, wie das nachts dann ablaufen soll. Das Töpfchen stellte sie neben das Bett. Dann tat sie so, als ob sie schliefe.

Sie spielte, dass sie spürte, dass sie Pipi muss, stand auf und setzte sich aufs Töpfchen.

Nun könnte ja nichts mehr schiefgehen.

In der ersten Nacht erinnerten wir sie noch 3 mal daran, dass sie keine Windel trägt und fragten, ob sie mal muss.

Zur Antwort kam ein mürrisches „Nein“

Sie sollte recht behalten. Nicht ein mal musste sie und hielt alles bis zum nächsten morgen ein.

Und das nun in der dritten Nacht. Wow!

Im Zirkus

Wenn der Zirkus schon mal im Ort ist, dann muss man das auch nutzen. Samstagsvorstellung. Familienausflug durch den kalten schneidenden Wind. Und dann ein großes rotes Zirkuszelt. Esel, Lamas, Ponys und Pferde. Zirkusluft. Das war aufregend. Timo bekam den Mund nicht mehr zu. Der Clown brachte Lina zu lachen. In der Pause gab es Zuckerwatte und Popcorn.

Zuhause hat Lina gleich eigene Kunststücke einstudiert. Die junge Artistin im Reifen hoch oben unter der Zirkuskuppel waren für sie am beeindruckendsten.

Erste Male im Kindergottesdienst

Lina hat im Kindergottesdienst die Kerze anzünden dürfen. Dies ist immer ein Symbol, dass wir Jesus in unsere Mitte einladen dabei zu sein.

Für Lina war es das erste Mal mit einem Stabfeuerzeug eine Kerze anzuzünden.

Dann würde eine Geschichte erzählt vom König Salomon. Hinterher gab es Verständnisfragen und Lina hat sich tatsächlich das erste Mal gemeldet und was gesagt.

Ich war richtig stolz auf sie!

Lina im Gästeklo. Eingeschlossen.

Türklinkenrapeln aus dem Gästeklo. „Mama“, „Mamaaaaa“ „Mamaaaa, komm mal“

Irgendwann höre ich, dass es doch dringender ist.

Die Tür ist zu.

„Lina?“

„Mama, ich habe die Tür zu geschlossen. Und jetzt bekomme ich sie nicht mehr auf.“

„Oh“

Lina ist erstaulich ruhig. Ich gucke durch das Schlüsselloch. Ich weise sie an, den Schlüssel noch mal richtig herum zu drehen. Doch es will nicht klappen. Pläne im Kopf zurechtlegen.

„Lina, ich suche mal einen Ersatzschlüssel. Das dauert einen Moment.“

Kein Schlüssel passt. Neuer Plan.

„Lina, ich hole Werkzeug aus dem Keller. Das dauert einen Moment.“

„Mama, du musst den Papa holen.“ (Papa liegt mit Grippe im Bett niedergemäht. Den könnte ich noch nicht mal zur körperlichen Anwesendheit rufen.

Mit der Zange bekomme ich den Schlüssel nicht zu fassen.

„Lina, ich gehe nochmal in den Keller. Zur Not müssen wir die Tür kaputt machen. Aber raus kommst du. Es dauert nur ein bisschen“

„Ist gut!“

Neue Pläne im Kopf. Mit versierten Nachbarn. im Hinterkopf lassen. Brauchen wir nicht.

„Mama, eine Spinne!“

„Und? Wie groß ist sie?“ betont gelassen.

„Mittelgroß“

„Na dann geht’s ja“

„Aber Mama, die hat mir zugezwinkert.“

Schön, dass unsere Tochter in solchen Momenten ihren Humor behält.

Weiterer Kellergang. Nächste Zangencharge. Rumgefriemel an der Tür.

„Mama, ich glaube, wir brauchen die Feuerwehr.“

*rumfriemel

Brauchen wir die Feuerwehr? Hmmmmm. Nö. Schaffen wir so. Zwischendrin möchte Timo JETZT unbedingt auf den Schoß. Und nen Stinker hat er auch.

„Nee, ich bekomme das bestimmt auch hin. Ich muß nochmal in den Keller. Nen Schraubendreher holen“

„Mama, hol doch den Papa!“

Schön, dass Lina das Vertrauen in ihren Papa hat, solche Situationen hinzubekommen. Mein Ehrgeiz ist noch erst recht angestachelt. *Friemel

„Lina, dreh nochmal und drücke gegen den Schlüssel, damit er nicht rausfällt.“ *weiterfriemel

*klick

Die Tür ist auf.

„Mama, wie hast du das geschafft?“

Ich nehme Lina in den Arm und lobe sie, dass sie so prima ruhig geblieben ist. Dann folgt nochmal ein kurzes Gespräch über Schlüssel im Allgemeinen und die Nutzung von Schlüsseln durch Lina und Timo im Besondern.