Kurzmitteilung

Die Frau Brick

Lina ist sehr angetan von einer Weihnachtskarte von Freunden. Folgendes Gespräch heute morgen.

Wer hat die Karte gemacht?

Der Nostoc und die Sascha. Das ist schon eine Weile her, dass wir da da waren. 

Hat die die Karte gebastelt?

Nein, die Karte ist gekauft. Schau mal, da ist ganz viel Glitzer dran. 

Wer hat die gemacht ?

Eine Maschine, in einer Fabrik. 

Hat die das geklebt, die Frau Brick?

Manchmal machen Mama und Papa nämlich auch Fehler

Und dann braucht es manchmal sogar nur kleine Schräubchen an denen Mama und Papa drehen müssen, damit ein Kind inmitten seines Autonomiekampfes wieder geerdeter ist, wieder offener wird für Angebote von Außen., wieder besser ins selbstständige Spielen kommt, weniger verbale Kämpfe mit Bezugspersonen ausfechten muß.

 

Manchmal braucht es den Mut einer anderen Person um beim Spiegeln zu helfen;

– müßen sich Mama und Papa an die eigene Nase fassen;

– tapst Mama selbst in einen „würde ich nie tun“-Napf oder eine „Was der mit seinem Kind macht finde ich nicht gut, weil“-Falle

– ist es doof, das andere glauben, weil man Erzieherin ist, wisse man schon, wie man mit dem eigenen Kind umgehen soll;

– ist man Betriebsblind.

Manchmal müssen Mama und Papa mehr miteinander kommunizieren und an einem Seil ziehen;

müssen Mama und Papa mehr Mama und Papa sein.

Lina und Timo gehen zum Kinderturnen

Bobo geht zum Turnen.

Conny geht zum Turnen.

Jakob geht zum Turnen.

Und Lina und Timo ab Januar auch!

Es war aufregend, hat im Bauch gekribbelt und uns dreien Spaß gemacht. Der Probebesuch war ein voller Erfolg. Nur wenige Minuten ängstlich und zögernd hat Lina ganz schnell mitgemacht und Mama durfte sich auf die Bank setzen.

Während Lina verschiedene Stationen ausprobierte, auf Tuchfühlung ging mit den anderen Kindern, den Betreuern und ihrem eigenen Mut robbte Timo gutgelaunt auf dem Boden herum sooooviel Platz! Und ein weiblicher Kumpel im gleichen Alter lernte er auch gleich kennen.

Lina erklomm Mattenberge, rollte als Baumstamm, hing an Barren, kletterte in riesige Höhen und überwand sogar eine ausklappbare Sprossenwand, hüpfte über Bahngleise, krabbelte durch einen langen Stofftunnel, bekam eine Pizza auf dem Rücken gebacken und zum Schluss sogar noch ein bisschen Schokolade geschenkt.