Statusmitteilung

Mamanächte


Das Schlafzimmer glich einem Bahnhof. Ich bin glaube, ich bin 3-4x raus wegen „Mamaaaa“, oder Linas husten. Beide zogen irgendwann dann zu mir. Papa schlief vorsichtshalber schon unten.
Heute morgen tönte es dann um 7:30 vom Klo „Fäääärtig!“

Bis eben (9:45) etappenweise nochmal geschlafen. Zwischendrin „Ich habe Hunga“, „Kann ich IPad?“ , „Kann ich in deinen Arm?“, „Ich will in deinen Arm!“ und eiskalten Kinderfüssen unter der eigenen Bettdecke.

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Wie Lina heute in die Kita kommt

Lina wollte nicht aufstehen. Ich frotzelte und meinte, dann würden wir einen Kran bestellen, der sie mitsamt Bett durchs Fenster nehmen würde. Sie meinte , ich solle doch einen Kranführer anrufen.

Und dann folgte ein fingiertes Telefonat, indem ich einen Kran bestellte. Lina hörte staunend, kichernd und ein wenig zweifelnd zu.

Es könne ein wenig schaukeln und das Bett wäre in ca. 10 Meter höhe. Nein, wir wollten nicht mitfahren. Und wäre das zu hoch. Aber unsere Tochter würde das nicht stören. Am Besten mit Bettdecke.

Lina lachte, fragte aber nach, ob das Telefonat real gewesen sei. Die Autofahrer würden staunen, wie das aussehen würde. Und dann müsste ich sie noch durchlitten, damit sie mich aus der Umarmung wieder freigibt.

Laufen lernen

Lina: „Woher wusste ich als Baby, dass ich jetzt laufen lernen soll/ kann?

„Weil es in Dir gesteckt hat. Du hast es gefühlt und hast dann geübt. Immer wieder geübt, bis du es konntest“

Welch metaphorisch Frage. Ich wünsche Lina, dass sie immer wieder den Trieb in sich spürt aufzustehen, wenn sie fällt.

Auf dem Wasserspielplatz

Wenn man einen so tollen Wasserspielplatz in der Nähe hat, dann muss man ihn auch nutzen. Ohne Schattenplatz war es vorher war einfach zu heiß.

Gestern dann endlich. Fast schon ein wenig kühl. Und doch saß Lina irgendwann mitten im Stausee. Die harte Sau.

Wir hatten alle viel Spaß. Haben alle gebuddelt und Wasser gepumpt. Lina und Timo liesen neue Flüsse und Seen entstehen.

Und viele Bienen kamen und tranken vom temporären Bächlein. Wir Liesen sie in Ruhe und sie liesen uns in Ruhe.

SMS von Oma

Lina hatte gefragt, ob sie Kekse haben könnte. Hielt aber schon direkt einen für Timo und sich in die Luft.

Da es schon Gummibärchen gab und es bald Zeit war zum Aufbruch und Abendessen verneinte ich und wies sie an die Kekse zurückzubringen.

„Ok Mama“

Zuhause angekommen, schickte Oma eine SMS:

Ich hab Post!

„Ich hab Post!“

Glucksend wedelt Timo mit dem Uns half herum und hüpft auf meinen Schoß. Freudig rupft er den Umschlag auf. Eine weiße Karte mit einer bunten Torte kommt zum Vorschein. Selbstgebastelten. Die gemalten Kerzen obenauf zählen wir gemeinsam: Eins, zwei, drei. Eine Geburtstagstorte!

Den Text lese ihm Timo vor und er hört gebannt zu.

„Du bist eingeladen, Timo!“

„Ich hab Post!“ Ruft er nochmal.

Die erste offizielle Geburtstagseinladung in der Kita! Was für ein Bedeutender Moment. Die bald Dreijährige steht plötzlich an der Scheibe der Tür und sieht seine Freude. Timo streckt ihr die Karte entgegen. Und beide Strahlen sich an.

Linas Traumwelten

Lina scheint mindestens so blumig und intensiv wie Mama zu träumen.

Lina: „Ich habe heute Nacht geträumt, ich wär mit der Schwebebahn gefahren. Hui, das war schnell. Ich musste mich an einer Eisenschiene festhalten, sonst wäre ich ganz tief runter gefallen.“

Mama: „Woher weißt du denn, wie eine Schwebebahn ausschaut?“

Lina: „Na aus meinem Traum.“