Aktivcamp Tag 2, Blessuren und erste Kaffezähne

Zwei ramponierte Kinder

Beide liebevoll von der häusigen Nachtschwester mit viel Aufmerksamkeit versorgt.

Patient Timo: am Asphaltweg den Deich runter mit der Wange gebremst. Dank Helm nur ein „klonk“ + Bremsspuren an der Wange und keine größere Verletzung.

=Bepathansalbe

Patient Lina: mental und körperlich total ausgepowert und Muskelgruppen kennengelernt, die vorher noch nicht bekannt waren.

=Salbenverband mit Traumeel (Homöopathische Salbe)

Die beiden Sportler waren ganz schön abgekämpft. Gerade für Lina ist der Tag schon sehr anstrengend. Die Minis haben nur ein kleines Sportprogramm. Timo erzählte ganz stolz, das er Dosen umgeworft hat. Alle!

Und Lina freut sich morgen auf die Medaillie und ihr Trainer ist sowieso der beste von allen!

Ich habe die schicken Tshirts eben nochmal per Handwäsche durchgewaschen.

Timo ging als Geschlagener Ritter eben mit Schutzanzug (Schlafanzug) und Helm (kleines Kopftuch) und heruntergelassenem Visier ins Bett. Er hatte den Kampf mit dem dunklen Ritter verlohten und viele Verletzungen davon getragen. Das erzählte er mir alles, als er sie Nachtwindel anbekam. Da ich kein passendes Schwert parat hätte, erklärte ich ihm, es müsse in der Waffenkammer. Er meinte es müsse neu geschärft werden, da es kaputt sei. Da hat er auf dem Wikingerfest wohl besonders gut zugehört.

Mit herabgelassenem Visier (Tuch vor den Augen) und Einschlafeschichte „Eloisius“ ist er besonders schnell ins Reich der Träume gesunken.

Eben kam Lina noch mal zu mir gehuscht, fühlte sehr konzentriert hinter allen kleinen Backenzähnen entlang und ist nun der Meinung, dass da oben links eine Spitze von einem Kaffeezahn (großen Backenzahn) durchblitzt. Dabei grinste sie sooooo stolz. Das kann tatsächlich sein. Ich meine auch etwas gespürt zu haben. Unsere Maus wird langsam ein Schulkind.

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Statusmitteilung

Selbstständigkeit

Unsere Tochter holt sich tatsächlich den Zimmerschlüssel bei Mama im Kinderhaus ab, geht ins obere Stockwerk des Kurhauses, um ihr Portmonee zu holen geht dann ans Kiosk um sich UND ihrem Bruder jeweils einen Lolli zu kaufen. Kommt dann 10 Minuten später wieder ins Kinderhaus um Mama den Schlüssel und das Portmonee und ihrem Bruder den versprochenen Lolli zu geben. Und verschwindet dann wieder auf den angrenzenden Spielplatz.

Zack! So groß isse schon mit 5 1/2

Nu isser 3!

Es war ja schon was besonderes bei Oma und Opa zu feiern. Wenn Ostern und Geburtstag so nahe beieinander liegen dann muss man das schließlich ausnutzen.

So richtig aufgeregt wirkte Timo zuvor gar nicht, aber er wusste genau, dass es ein Geschenk gibt. Es wird wohl der letzte Geburtstag gewesen sein, wo wir erst frühstücken konnten, bevor es die Geschenke gab.

Für Lina war es gar nicht so einfach auszuhalten, dass der kleine Bruder im Mittelpunkt stand. Doch auch sie wurde mit Aufmerksamkweiten bedacht. Schließlich ist sie ja nun seit 3 Jahren große Schwester.

Es gab ein Feuerwehrauto, einen Werkzeugkasten und einen Kreativtonie.

Bei der kleinen Feier zuhause bekam Timo Tiptoibücher, Sandspielzeug und einen Orang-Utan.

Die Kinder verkleideten sich abends noch vielfältig, machten zu dritt wild gackernd eine Modenschau und brachten die Erwachsenen zum Lachen.

Erste Male

Zuhause probierte ich es einfach aus und bot Timo an die Windel auszulassen. Noch im Bad weihte er das Töpfchen ein. Die Trainingsunterhose mit Hundekopf drauf gefiel ihm sehr gut.

Das Töpfchen wanderte mit nach unten. Und irgendwann setzte er sich erneut „mit Erfolg“ drauf.

Vielleicht motiviert ihn das, künftig öfter die Windel auszulassen.

Den Weg zum Spielplatz versüßen uns nun regelmäßig Rädchen in verschiedenen Ausprägungen.

Während Lina sich nun auf einen Roller eingeschossen hat , bot ich Timo am Wochenende ein Dreirad an.

Die Schiebestange ist für die ersten Male noch ganz hilfreich, aber Timo hatte es erstaunlich flott raus mit dem Strampeln und Lenken.

Auf dem Spielplatz fuhr er gleich auch noch ein wenig herum.

ohne Schlafsack

Lange hat Timo kämpfen müssen, bis wir nun seinem Wunsch auf den Schlafsack zu verzichten nachgeben haben. Er sei schließlich schon groß und wolle auch eine Decke haben. (Die Argumente, es sei Winter und ob man das nicht in wärmeren Nächten ausprobieren könne, stiessen auf taube Ohren)

Es klappt erstaunlich gut, auch wenn die Helikoptermama doch noch 2-3 mal in der Nacht den Blick aus ihrem Bett ins Bett von Timo wandern lässt und die Decke nochmal wärmend über den „ein bisschen Großen“ zurecht zuppelt.