Stockbrot und Kreide

Beißender Qualm, Brand-, und Kreidegeschmack natürlich inklusive.

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erste Schlittenfahrt

Wenn Wochenende ist, dann kommen wir oft schlecht in die Pötte. Wir genießen es nur mit dem Biowecker (Timo) geweckt zu werden und ein wenig später aufzustehen. Das Anziehen, fertig machen und Brötchen holen zieht sich alles in die Länge. So dass manche Familien um die Uhrzeit schon eher Mittagessen würden, wenn wir in die Brötchen beißen. Ein bisschen spielen, aufräumen. Dann ist Timo auch schon wieder müde und braucht einen kleinen Mittagsschlaf.

Der Blick nach draussen ist fantastisch. Es schneit. Das Wetter  scheint glatt, kalt und rutschig zu werden. Also besser nicht zum Weihnachtsmarkt auf die Burg. Ein bisschen spielen, Mittagessen, …..

Und dann staunt man, dass es schon irgendwie wieder beginnt dunkel zu werden, bis wir endlich vor die Tür kommen.

Dabei hat es seit mittags geschneit und der Schnee ist herrlich pappig, die Auto rutschen auf der Strasse und an wegfahren ist eh nicht zu denken. Also warm einpacken. Was ewig zu dauern scheint. Schlitten rausholen. Dann ist der Bürgersteig teils schon geräumt. also bis zum Sportplatz laufen. Und dann gehts los:

Lina hinten, Timo vorne. Dick eingemummelt. Lina jauchzt vor Freude. Timo ist es noch nicht so ganz geheuer.  Erst zieht Papa, dann Mama. „Schneller!“ „Nochmal!“ Das man auch Rodeln kann, hat noch ein bisschen Zeit.

Wir sind gar nicht lange unterwegs. Kein grosse Feldrunde, nur bis zum Kartoffelacker. Der Wind weht eisig. Papas Rücken tut weh. (Mamas Rücken eigentlich auch) Lieber wieder zurück.

Im Hof bauen Mama und Lina noch in Windeseile einen Schneemann. Mit Stengel in der Hand. Timo quengelt von drinnen. Er ist müde. Am nächsten Tag hat der Regen den Schneemann schon schmelzen lassen. Aber er war da. Und die Schlittenfahrt auch!

Domäne mit Schokokeksen

Die zwei Erkältungsnasen sind heute zuhause geblieben. Erstaunlicherweise ging der Tag bis auf einen kleinen Müdigkeitsstimmungsausrutscher vor dem Mittagsschlaf wirklich gemütlich und entspannt herum.

Nach dem Mittagsschlaf kauften wir ein. Mama hatte tierische Lust auf Kekse. Also gab es eine Runde Schokokekse. Für „den faulen Mann“ gab es zwei Tafeln Schokolade. Der sammelte nämlich wieder vorm Aldi.)

An der Domäne angekommen trafen wir noch zwei Mamis vom Handinhandkurs. Da hielten wir noch ein kleines Schwätzchen.

Dann organisierte Lina einen Handwagen. Und wir kauften Milch. Kinder und Einkäufe im Wagen verstaut ging es dann zu den Kühen.

 

Da konnten wir uns gleich für die Milch bedanken und den Kühen eine gute Nacht wünschen. Die Hühner hatten sich zum Schlafen schon zurückgezogen. da schickten wir auch noch schnell einen Gutenachgruss und lassen sie in Ruhe.

Der Mond begleitete uns während des ganzen Spaziergängen. Und die Schokokekspackung 😉 Es war nämlich schon richtig dunkel, als wir den Wagen zurück brachten und heimfuhren.

Missglückter Spaziergang mit Drachen

Der Einleiner lag ja schon seit Wochen im Kofferraum. Nun war es endlich windig genug und Papa war auch dabei. Also die Schnupfennasen dick eingepackt, den Einleiner, den gebastelten Drachen, Laufrad und Rädchen fertig gemacht und los.

Lina freute sich diebisch den Mond zu sehen. Ein wenig unheimlich fand sie es ja schon, dass es plötzlich immer dunkler wurde. Und ihr Drache flog gar nicht so, wie sie das wollte. Aber das ihre „Wespe“ (Weste) so schön reflektieren kann fand sie toll.

Mama baute den Drachen auf, Papa hielt, Lina stellte zig Fragen und Timo – weinte.

Dem ging es so gar nicht gut, er war müde, wohl auch leicht fiebrig, der Windelpopo war stark gerötet und brannte ihn wohl. Seine Laune war im Keller.

Mit wehendem Timo kann Mama sich nicht konzentrieren. Wie ging das doch gleich mit dem Knoten? Ach Mist. Und Lina fragte uns Löcher in den Bauch. „Nun halt doch mal den Mund, Lina“ Der Drache wollte nicht so, wie Mama das wollte, Mama war frustriert. „Lina, willst nicht mal deinen Drachen fliegen lassen?“ – „Nein, der fliegt gar nicht oben“ Wenigstens Papa behielt den Überblick und sprach ein Machtwort. Er ging nämlich mit Timo wieder zurück.

Mama friemete weiter, hatte sie sich da mit dem Drachensteigen doch ganz anders und vor allem schön vorgestellt. Lina musste Pipi. Brrr war da kalt zum pullern. Und dunkel. „Mama, mir ist kalt!“ Ob der Papa sich nun Sorgen machen würde? „Neee, macht er nicht. er weiß doch, wo wir sind. „Lina, ich probier da jetzt noch einmal.“ – „Gut und dann gehen wir zurück.“

hääää?????

Oh, dann ist ihr wirklich kalt. Na gut.

Der Versuch misslang, Mama enttäuscht. Rückweg im dunklen. Stockdunklen.

„Ach man lina, ich habe mir das anders vorgestellt. Ich wollte doch so gerne mit dir Drachen steigen.“

– „Macht nix Mama. Hauptsache der Mond war da!“

Ja Lina, Hauptsache der Mond war da. *seuftz