Papa. Wie woher weiss man, wie man seine Kinder nennt?

Du meinst, wie man den Namen aussucht? Ja. Hmm. Man überlegt welche Namen man kennt oder schaut sich Listen im Internet an. Und dann sucht man sich den alllller schönsten aus.

Hmm. Darf ich mein Kind dann Mia oder Joko nennen?

Klar. Oder Gargona.

Nee. „Gargona kannst du mir bitte mal den Käse geben …“. Das passt doch gar nicht!

Timo ist im Zerstörungsmodus.

Damit die Spielzeuge nicht weiter durch die Gegend geworfen werfen und da Lina ebenfalls nicht gerade leise spielt, schicke ich beide nochmal in den Garten.

Lina pflückt Blumen. Timo schleudert wild die große Schaufel durch die Gegend. Schlägt gegen die Sträucher, gegen Bäume,  …..

Plötzlich ein Aufschrei. Timo hat Lina beim Ausholen mit der Schaufel an den Fingern getroffen.

Lina: „Aua! Du hast mir wehgetan!“ 

Timo, völlig gelassen, weiterhin beim Eindreschen in den Thujabaum: „Dann geh doch weg, wenn ich haue.“

Montagmorgenphilosophie

Lina: „Mama, hast du dich mit dem Papa schon mal gestritten?“

Mama: „Nein, gestritten nicht, aber diskutiert.“

Lina: „Was heißt diskutieren?“

Mama: „Wenn ich mit dem Papa unterschiedlicher Meinung bin. Er möchte nach links und ich möchte nach rechts. Dann müßen wir darüber sprechen und eine Lösung finden, mit der beide zufrieden sind.“

Lina: „Hauptsache ihr verlauft euch nicht mit uns!“

Ein Grab für die Biene

Lina fand vorgestern eine tote Biene und wollte sie begraben.

Heute war es dann so weit.

Ihrem Bruder erklärte sie, dass alle Blumen der Biene Glück bringen und das sie zur Freude für die Biene sind. „Ich mache ihr das ganz schön.“

Ich fragte Lina, woher sie weiß, wie ein Grab aussieht.

„Ein Bienengrab sieht so aus. Ein Grab für Erwachsene sieht anders aus. So wie bei Opa Rainer. „

Lichterspiele

Timo entdeckte die St. Martin-Laternen auf dem Schrank. Interessieren tat ihn aber nur der Leuchtstab. Lina wollte dann natürlich auch.

Das ganze Haus wurde dunkel gemacht. In der Küche gab es dann eine Lichtershow:

Ich nahm die Bilder und Videos direkt mal zum Anlass, um über Realität und Bilder zu sprechen.

Hätte man es nicht besser gewusst, hätte man glauben können, bei uns in der Küche spukt es.

Essknete

Auf YouTube habe ich ein Rezept für essbare Knete entdeckt und es direkt mal für die Becherküche umgewandelt.

Dann kann Lina das nächste Mal die Knete alleine herstellen.

Die Menge ist nur für eine Faustvoll Teig. Doppelte Menge ist besser und reicht für ein Blech.

Den Spritzer Zitronensaftkonzentrat habe ich oben vergessen.

Mit einem Playmobilmännchen in der Linken und einem

„Häufi“ in der Rechten stürmt Timo laut rufend ins Bad: „Eine Kackwurst! Eine Kackwurst! Und hält mir das Corpus Delicti entgegen.

Wo hat er das denn her? schießt es mir durch den Kopf und dass wir ja gar keine Katzen mehr haben. Also müßte es – Ergebnis – Igitt!- frisch sein und menschlichen Ursprungs. Da wird mir bewusst, dass Timo ja nackig ist. Gerade noch wollte ich Lina einen Zeh (eingerissener Nagel) verpflastern und Timo entwischte in der Zeit ins Kinderzimmer.

Na immerhin bringt er das „Unglück“ ja direkt ins Bad. Ich zeige ihm den Weg zum Klo und Timo wirft es hinein. Flut schnappe ich mir da sind, bzw seine Finger und wasche diese am Waschbecken. Da die Linke noch immer tapfer das Playmobilmännchen umklammert, scheint nur die Rechte betroffen zu sein.

Der Teppich im Kinderzimmer scheint auch sauber zu sein. Na bitte. Quengelnd bittet mich Timo mit Nachdruck noch den Ausgang der „Kackwurst“ zu säubern.

Motiviert setzt er sich anschließend sogar noch aufs Töpfchen.

Hatten es Oma Christa und ich nicht gerade vorhin vom Windelloswerden und der fehlenden Motivation des Sonnemannes?