Plantschen und Tauchen

Eigentlich wollten wir mittags draußen Grillen. Abschlussgrillen. Doch die Nordsee zeigte ihr komplettes Repertoire an Wetter und es regnete Bindfäden. Der tapfere Hausmeister grillte also draußen und wir aßen alle drinnen.

Die Fülle an allen Mamis und Kindern war nicht nur mir Zuviel. Auch Timo war überfordert und war entsprechend übellaunig.

Mit ein paar Stücken Fleisch, Würstchen Pilzen und einigen sehr hilfsbereiten Mamis stieg die Laune langsam wieder.

Die letzten zwei Nachmittage waren wir im hausinternen Schwimmbad. Es ist nicht groß. Aber es passen erschreckend viele Kinder und Jugendliche hinein. Rekord war heute 26 Kinder im Alter von 2 1/2 bis 14 Jahren. Dementsprechend ein unsäglicher Lärm.

Gestern war es dort aber nochmal ruhig. So ruhig, dass Lina sogar ohne Schwimmflügel toben durfte. Sie lieh sich und Timo von zwei älteren Jungen Schwimmbrillen aus.

Und schon wurde die Unterwasserwelt erkundet. Lina war zuvor nie besonders fürs Tauchen zu begeistern. Dieser Knoten platzte, als sie unter Wasser sehen konnte. Timo trug die Brille meist auf dem Kopf, aber über den Augen. Linas Brille rutschte irgendwann weiter herunter und saugte sich an den Augenliedern fest. Egal. Hauptsache tauchen.

Völlig neue Möglichkeiten eröffneten sich für Lina. Die Idee, auch gleich mal unter Wasser Luft zu holen war ziemlich doof. Aber nach einer Runde trösten, vermischt mit wild gewürgtem Gerülpse ging es mit zugehaltener Nase gleich wieder unter die Wasseroberfläche.

Timo paddelte derweil munter durch das komplette Becken und angelte hie und da mal einen Ball oder einen der mitgenommenen Plastikschuhe.

Auch heute im Haifischbecken gefüllt mit laut tobenden Kindern waren beide munter mittendrin. Meist eher im flachen Bereich, aber nicht minder aktiv. Beide machten ihr Ding, während um sie herum die meist männlichen Halbstarken wild vom Beckenrand hüpften, sich tunkten und in die Luft warfen.

Zum Abendessen bekamen beide von unserer Tischnachbarin jeder ein wunderschönes Nordseemalbuch geschenkt. Und Buntstifte.

Jeder bemalte sein Buch so gleich. Und im Zimmer ging es weiter. Im Internet suchten wir nach realen Bildern der Zeichnungen. Und so klang mit Ausmalen und längerem Vorlesen unser letzter Kurtag hier recht ruhig aus.

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