Zustand nach Essbrettchen

Dabei wollte Lina doch bloß helfen, den Abendbrottisch zu decken. Und wumms . Wir hätten besser Lotto spielen sollen. Ein Brettchen rutschte von den dreien heraus und flog so unglücklich auf den dicken Zeh, dass dieser direkt blitzblau anlief – unter dem Nagel. Kühlen half erst mal, aber Mama ahnte schon das folgende Prozedere. (Nur nicht, dass es doch so schnell kommen sollte)

Nachdem Lina aber zwei mal nach dem Einschlafen wieder aufwachte, kürzten wir den Leidensweg ab und fuhren in die Mainzer Uniklinik. Lina weinte erst bei der Ankündigung. Aber die Erklärung, dass ein Arzt ihr nun helfen würde, dass es nicht mehr so wehtut motivierte sie völlig ruhig und voller Vertrauen mitzukommen. (Unglaublich dieses Kind) Wuff kam auch mit.

Die Ärztin war auch superlieb und entlastete den Nagel mit drei Einstichen. Lina schaute  – von Papa sowohl psychisch, als auch physisch gehalten – tapfer zu. Erst beim Anblick des anschließenden riesigen Pflasters löste sich ihre Anspannung und Angst und sie weinte. So eine tapfere Maus. Die mitgenommenen Gummibärchen nahm sie dankend entgegen. Nach 1 1/2h zwischen losfahren und wieder zuhause sein, lag sie eng an Mama gekuschelt um Mitternacht im „dosen“ Bett.

Papa hat am nächsten Tag das Pflaster gewechselt, um es kleiner zu machen und selbstredent stilgerecht ein Gutebesserungsgesicht draufgemacht.

 Der Nagel wird wohl – tiefblau wie es drunter ausschaut – in den nächsten Tagen abfallen.

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